Unternehmerinnen gründen
Versicherungen bei gründung pixabay tunisu

Individuell abgesichert in die Selbständigkeit starten

mit wichtigen Versicherungen und Vorsorge

Du möchtest Gründen oder hast es bereits getan.

Neben Deiner tragfähigen Geschäftsidee, die Dein Herz höherschlagen lässt, hast Du auch einen Businessplan erstellt. Dabei hast Du sicherlich im Bereich Kosten auch über deine Absicherung als Selbständige nachgedacht, um diese bei den monatlichen Kosten mit einzuplanen.

Nun stellt sich Dir die Frage, welche Versicherungen Du wirklich benötigst, in welcher Höhe Du diese einplanen solltest und vermutlich auch, wie Du sie finanzieren kannst.

Kosten für die wichtigsten Ver- und Absicherungen sind exakt planbar, wenn Du Dich hier vorab gut beraten lässt. So bekommst Du eine verlässliche Größenordnung, wie viel Du hierfür in Deinem Budget berechnen musst.

Hierfür habe ich Dir eine Übersicht der absolut notwendigen Absicherungsmaßnahmen zusammengestellt, die Dir bei Deiner Entscheidungsfindung helfen soll. Grundsätzlich wird unter den wichtigsten Sachversicherungen und den privaten Vorsorge-Absicherungen als Selbständige unterschieden.

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Die Sach-Versicherungen

Betriebshaftpflicht-Versicherung

Generell solltest Du eine Betriebshaftpflicht-Versicherung abschließen, um Dich gegen Schäden gegenüber Dritten abzusichern. Denn, was Du dir finanziell aufgebaut hat, sollte durch einen Schaden nicht wieder verloren gehen. Die gewerbliche Haftpflichtversicherung ist ein Rundum-Versicherungsschutz bei Ansprüchen wegen Personen- und Sachschäden, die aus der Tätigkeit, den Produkten oder Betriebsstätten entstehen.

Das können z. B. Mietsachschäden, Schlüsselverlust, Tätigkeitsschäden, Leitungsschäden oder auch Be- und Entladesachschäden sein.

Sachversicherung

Verfügst Du über ein Lager mit Waren oder Maschinen, ist eine Sachinhaltsversicherung durchaus sinnvoll, um diese Werte bei unvorhergesehenen Ereignissen wie z. B. Hochwasser, Brand – auch durch Überspannung – abgesichert zu haben. Nicht selten können solche Ereignisse nämlich sogar Deinen materiellen Totalverlust bedeuten. 

Rechtschutzversicherung

Leider kommt es auch immer mal vor, dass Du als Selbständige Deine Forderungen auf dem Rechtsweg erstreiten musst. Da empfiehlt sich eine Berufs-Rechtsschutzversicherung, um größere Ausgaben für Anwalt und Gerichte nicht aus eigener Tasche bezahlen zu müssen.

Wichtig zu wissen: Eine Berufs-Rechtsschutzversicherung ist meistens nicht mit der privaten Rechtsschutzversicherung abgedeckt und muss separat abgeschlossen werden.

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Wichtige Personen-Versicherungen

Ein wichtiger Baustein Deiner Absicherung sind Versicherungen, die Deine Person betreffen und wofür Du auch unbedingt ein Budget mit einplanen solltest.

Krankenversicherung

Zunächst ändert sich ggf. Dein Versicherungsstatus der Krankenversicherung. Bist Du als Angestellte in der Regel gesetzlich Pflicht- oder freiwillig versichert, so ist dies beim Schritt in die Selbständigkeit zu prüfen. Hier hast Du die Wahl zwischen freiwillig gesetzlich versichert, oder auch in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Welche Wahl hier die richtige ist, hängt davon ab, welche persönlichen Präferenzen Du hierfür hast. Ein ausführliches Gespräch in einer kompetenten Beratung kann hier für Klarheit sorgen und so dann die richtige Entscheidung getroffen werden.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – Krankentagegeldversicherung

Dein Augenmerk solltest Du auch in diesem Zusammenhang darauflegen, dass Du als Selbständige keine Lohnfortzahlung für eine gewisse Zeit (in der Regel 6 Wochen) vom Arbeitgeber mehr bekommst. Das heißt, hier musst DU nun selbst vorsorgen.

Dringende Empfehlung: mindestens 3 Monate Rücklagen bilden, damit Du im Falle einer längeren Erkrankung „über die Runden“ kommst

Krankentagegeld

Ab der 7. Woche ist es sinnvoll, ein Krankentagegeld zu beziehen, um die notwendigsten Kosten weiterhin decken zu können. Auch hier sorgst Du als Selbständige für Dich selbst.

Wie Du weißt, gibt es leider Erkrankungen, da sind längere Ausfallzeiten nicht vermeidbar und diese Zeiten müssen finanziell überbrückt werden.

Berufsunfähigkeitsabsicherung in Form einer Berufsunfähigkeitsrente

Es gibt gesundheitliche Ereignisse, die machen es unmöglich, dass Du weiterhin in Deinem Beruf arbeiten kannst. Deshalb ist ein unbedingtes MUSS eine Berufsunfähigkeitsabsicherung. Hier gilt, je früher Du diese abschließt desto besser, da Du in der Regel in jüngeren Jahren noch gesünder bist und somit auch günstigere Beiträge zahlst, weil hier der Gesundheitszustand sowie das Alter eine wesentliche Rolle beim Beitrag spielen.

Wichtig zu wissen: Berufsunfähig wird heute bereits jeder 4. im Berufsleben stehende Mensch.

Eine privat abgeschlossene „Berufsunfähigkeitsrente“ sichert Dir dann zumindest einen Teil des Einkommens ab.

Auch hier ist zu beachten, meistens gehörst Du als Selbständige nicht mehr zu den in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlenden Arbeitnehmerinnen, so erlischt ebenfalls auch Dein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente nach 5 Jahren Deiner Selbständigkeit.

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Rentenversicherung

Wie schon kurz oben erwähnt, ist der Status einer Selbständigen bei der gesetzlichen Rentenversicherung ganz unterschiedlich. In den meisten Fällen jedoch brauchst Du ab Beginn der Selbständigkeit auch keine Beiträge mehr in die gesetzliche Rente einzuzahlen. Das heißt jedoch nicht, dass Du dieses Geld anderweitig ausgegeben solltest.

Im Gegenteil – Deine Altersvorsorge als Selbständige ist wichtiger denn je.

Gehst Du später unversorgt in den Ruhestand und hast keinerlei gesetzlichen Anspruch (außer den vielleicht als Angestellte vorher erworbenen Anteilen) an die gesetzliche Rente fällst Du schnell in die sogenannte Altersarmut. Hier solltest Du zu Beginn deiner Selbständigkeit mindestens den abzuführenden Anteil in die gesetzliche Rentenversicherung des Einkommens einplanen (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil), der für Deine Altersvorsorge auch im Angestelltenverhältnis eingezahlt worden wäre.

Um Dich hier für die passende Vorsorge zu entscheiden, sind u. a. auch steuerliche Aspekte von Bedeutung. Diese werden auch in einem Beratungsgespräch ausführlich betrachtet, um die für Dich passende Vorsorge zu treffen. Vereinbare am besten auch einen Termin bei der gesetzlichen Rentenversicherung und lass Dich hier beraten.

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Rücklage bilden

Und last but not least – immer daran denken, bilde auch Rücklagen für Deine nicht umsatzstarken Monate und Deine Steuern. Für den Steueranteil sind mindesten 10 % Deines Monatsumsatzes eine gute Größenordnung. Natürlich hängt dieser maßgeblich von Deinen individuellen (Lebens)Umständen ab.

Tipp: Gute Berater*innen bieten Dir eine kostenfreie, unabhängige Übersicht Deiner Ist-Situation und erarbeiten erst daraus Deine individuellen Vorschläge und Angebote.

Gerne erarbeite ich mit Dir gemeinsam Deine persönliche Ist-Situation und Analyse, welche Versicherungen und Vorsorgemaßnahmen Du bereits hast, welche Du unbedingt haben solltest und welche optimal für Dich sind.

Denn so individuell wie jedes Unternehmen, so individuell ist Deine notwendige Absicherung dafür.

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Dieser Beitrag wurde erstellt von Sabine Schmerbauch – Deine Expertin für finanzielles Glück – Geprüfter Finanzcoach

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