Wenn Coaching Raum bekommt – Wie Natur und Bewegung innere Klarheit stärken
Warum ich Coaching heute ganzheitlich verstehe – mental, emotional und körperlich – und weshalb der Wald dabei eine besondere Rolle spielt.
Vor etwa 16 Jahren kam Coaching in mein Leben.
Nicht geplant und nicht strategisch – es ergab sich.
Ich hatte die Möglichkeit, an einer staatlich geförderten Weiterbildung teilzunehmen. Die Voraussetzung war, etwas zu lernen, das außerhalb meines bisherigen beruflichen Rahmens lag. Etwas, das mich wachsen lassen sollte – nicht nur fachlich, sondern auch als Mensch.
Ich entschied mich für die Ausbildung zum Diplom-Resonanz-Coach.
Aus einem inneren Impuls heraus, ohne zu wissen, wohin mich dieser Weg führen würde.
Am ersten Abend saß ich in einem Raum mit Menschen, die sich mit Coaching bereits intensiv beschäftigt hatten. Ich selbst kam aus dem Rechtsbereich, geprägt von Struktur, Klarheit und analytischem Denken. Vieles fühlte sich fremd an.
Ich erinnere mich gut an den Moment, als ich nach Hause ging und dachte: Ich weiß nicht, ob das wirklich meins ist.
Der Wald als Erfahrungsraum – der Moment am Baum
Ich blieb und dieses erste Wochenende öffnete etwas in mir. Ich lernte erste Coaching-Tools kennen, arbeitete mit anderen Menschen und ließ neue Perspektiven zu. Mein Denken wurde weiter, mein Blick weicher.
Als ich am Sonntag nach Hause fuhr, wusste ich:
Das hier berührt etwas in mir. Und genau deshalb möchte ich weitergehen.
Ein Teil dieser Ausbildung führte mich an einen Ort, den ich bis dahin eher beiläufig wahrgenommen hatte: den Wald.
Ich sollte mir einen Baum suchen und mich mit einem persönlichen Thema zu ihm stellen.
Ohne große Erwartungen ging ich los. Und obwohl mir klar war, dass der Baum mir keine Antworten geben würde, geschah etwas.
Ich spürte Ruhe, Erdung und Präsenz. Etwas in mir kam an, auch wenn ich es damals noch nicht einordnen konnte.
Rückblick am Ende der Ausbildung – was leise gewachsen ist
Nach anderthalb Jahren beendete ich die Ausbildung. Am Ende bekamen wir einen Zettel zurück, den wir am ersten Abend ausgefüllt hatten – mit unseren Wünschen, Fragen und inneren Bildern.
Ich war still überrascht, wie viel von dem, was ich mir damals gewünscht hatte, in dieser Zeit Wirklichkeit geworden war. Nicht bewusst verfolgt, nicht geplant – sondern gewachsen.
In diesem Moment war mir klar: Coaching ist ein Teil von mir.
Ich vertiefte meinen Weg mit weiteren Ausbildungen, unter anderem zur systemischen Coachin. Gleichzeitig wurde ein innerer Wunsch deutlicher: Ich wollte den Körper stärker einbeziehen, mehr in Bewegung sein und die Natur bewusster in meine Arbeit integrieren.
Der Wald war längst zu einem vertrauten Ort geworden. Beim Gehen, beim Laufen, beim Innehalten. Immer öfter blieb ich stehen, berührte einen Baum und spürte nach. Mit der Zeit merkte ich, wie sehr mir dieser Raum half, zur Ruhe zu kommen, Gedanken zu sortieren und innere Klarheit zu finden.
Wenn sich alles zusammenfügt – Natur, Resilienz und Coaching
Als ich die Ausbildung zur Natur Resilienz Trainerin entdeckte, fügte sich vieles zusammen. Coaching, Bewegung und Natur fanden ihren gemeinsamen Platz. Heute bildet genau das mit die Grundlage meiner Arbeit. Ich begleite Menschen im Coaching zu mentaler, emotionaler und körperlicher Gesundheit. Resilienz Training ist dabei ein wichtiges Standbein – eingebettet in einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen.
Worum es im Coaching für mich immer geht: Kontakt mit sich selbst
Im Coaching geht es für mich immer darum, wieder in einen guten Kontakt mit sich selbst zu kommen. Sich wahrzunehmen, sich ernst zu nehmen und die eigenen inneren Antworten wieder zu hören. Der Wald ist dabei kein Konzept und keine Methode, die man „anwendet“. Er ist ein Raum, der trägt, beruhigt und ordnet – ganz ohne etwas zu fordern. Viele Coaching-Impulse entfalten ihre Wirkung besonders dann, wenn wir uns bewegen. Wenn wir gehen, atmen und wahrnehmen, kommt auch innerlich etwas in Bewegung. In der Natur geschieht das oft ganz selbstverständlich. Der Wald unterstützt diese Prozesse leise und kraftvoll zugleich. Er wirkt auf unser Nervensystem, schenkt Ruhe und öffnet neue Perspektiven – nicht, weil wir etwas tun müssen, sondern weil wir da sind. Deshalb verbinde ich Coaching bewusst mit Bewegung und Natur. Nicht als Ersatz für klassische Coachingarbeit, sondern als Erweiterung und Vertiefung. Als Möglichkeit, Themen nicht nur zu verstehen, sondern sie in der Natur nochmals neu körperlich zu erleben und dadurch nachhaltiger zu integrieren.
Gesundheit lässt sich nicht trennen. Mentale, emotionale und körperliche Aspekte gehören zusammen.
Veränderung geschieht nicht allein im Kopf. Sie entsteht dann, wenn wir uns als Ganzes wahrnehmen – mit unserem Denken, unserem Fühlen und unserem Körper.
In der Natur erinnern wir uns oft leichter daran, was uns guttut und was uns uns stärkt. An unsere innere Ordnung, an unsere Ressourcen und an das, was uns wirklich trägt.
Genau hier setze ich an und lade dich ein es auch zu erleben. Mit Coaching, mit Achtsamkeit und mit dem Wald als ruhigem, kraftvollem Begleiter.
Und nein du musst den Baum nicht umarmen, jedoch du darfst und dabei eintauchen in eine Welt, die dir vielleicht noch fremd ist. Ich begleite dich gerne dabei, wenn du dich selbst im Wald neu entdeckst.

Herzliche Grüße aus dem Wald, Christa Seidler

Sandra
25. Februar 2026Liebe Christa,
was für eine schöne Reise, die du damals gestartet hast.
Für mich war der Wald/die Natur schon in jungen Jahren ein Kraftort – ohne, dass ich diesen Begriff damals verwendet hätte. Immer, wenn ich innerlich angespannt war zog es mich nach draussen. Lange Spaziergänge oder andere Bewegung an der frischen Luft haben mich schon damals aus dem Kopf in den Körper geholt und ich konnte mich beruhigen, Kraft tanken, erden…
Aus dieser Erfahrung heraus baue ich tatsächlich auch in meine Führungsworkshops gerne Aufenthalte im Freien ein. Das macht den Kopf frei, schenkt neue Energie und hilft, neue Perspektiven einzunehmen.
Ich freue mich schon sehr auf deinen Workshop und die sicherlich noch mehr verbindende Erfahrung.
Herzliche Grüße, Sandra
Christa
26. Februar 2026Liebe Sandra, vielen Dank für deine lieben Worte. Ich freue mich auf den Workshop mit euch und hoffe, dass ihr dabei den Wald nochmals aus einem neue Blickwinkel betrachten und erleben könnt. Ich verspreche eure kindliche Neugier (neu) zu erwecken.
Sonja
26. Februar 2026Liebe Christa, so ein schöner, ruhiger Beitrag. Man spürt, wie sich dein Weg ganz natürlich entwickelt hat.
Und ja, genau das kenne ich: fast täglich im Wald, aber dieses bewusste Innehalten passiert dann doch seltener.
Danke für diese Erinnerung und den Einblick. Dein Beitrag erinnert liebevoll daran, wie viel Klarheit entstehen kann, wenn wir kurz langsamer werden und wirklich da sind.
Christa
26. Februar 2026Liebe Sonja, das stimmt, manchmal findet uns ein Ziel von dem wir nicht wussten, dass wir dort hin wollten. Und ja, meine eigene Klarheit kommt meistens dann, wenn es draußen ruhig wird und meine Gedanken nicht abgelenkt sind und dafür ist ein Wald einfach ein wunderbarer Ort. Danke für deine schönen Worte.
Laura Rothenburger
26. Februar 2026Liebe Christa,
ich danke dir für die Einblicke in deine kostbare Arbeit. Der Wald ist für mich so ein wunderschöner Ort zum Ankommen und Auftanken.
Ich bin schon ganz freudig gespannt auf die Impulse, die du mit uns im April teilen wirst – und das, was daraus entstehen mag 🙂
Ganz viel Freude und Gestaltungskraft mit deinen tollen Angeboten wünsche ich dir.
Liebe Grüße
Laura
Christa
26. Februar 2026Liebe Laura, ich freue mich auch sehr, mit euch im April eine kleine Reise in den Wald zu unternehmen und euch den Wald „aus vielen Blickwinkeln“ zu zeigen, wie ihr ihn vielleicht noch nicht angesehen habt. Ich danke dir für deine lieben Wünsche und deine wertschätzenden Worte.
Rosel Grassmann
26. Februar 2026Liebe Christa, schon Deinen Text zu lesen, macht mich innerlich ganz ruhig. Ich wohnte als Kind ganz nah am Wald und ich „floh“ oft zu den Bäumen und setzte mich auf die Wurzeln und lehnte mich an die starken Stämme. Ich erzählte dem Baum was mich bewegte.
In meinem Wilderness BodyPainting gehört die Natur zu dieser Prozess orientierten Arbeit dazu. In einem Ritual hilft die Natur Erlebtes zu verabschieden und zu transformieren.
Herzlichen Dank und alles Liebe mit dieser wunderbaren Arbeit.
Liebe Grüße Rosel
Christa
26. Februar 2026Liebe Rosel, das kann ich mir bei dir so gut vorstellen, wie du bei den Bäumen gesessen hast. Und dass die Natur auch zu deiner kreativen Arbeit gehört, ist so schön. Die Natur unterstützt so viele Prozesse, einfach nur in dem sie da ist, das müssen wir unbedingt beschützen. Danke für deine herzlichen Worte.
Monika Knabe
1. März 2026Liebe Christa, vielen Dank für das Teilen deines Weges. Man spürt ganz deutlich deine gewachsene Verbundenheit mit der Natur zwischen den Zeilen hervorblitzen.
Ich kann das sehr gut verstehen, denn auch ich verbringe viel Zeit mit den Bäumen, um Kraft zu tanken.
Viel Erfolg bei deiner Arbeit und wer weiß, vielleicht erobern wir ja mal gemeinsam ein paar schöne Wege im Wald.