Kennst du Six Seven?
Kennst du Six Seven? Oder: was eine absurde Handbewegung über Balance, Nervensystem und Business erzählt
Diese Handbewegung taucht gerade überall auf. Zwei Hände, leicht wippend, irgendwo zwischen Waage, Jonglage und „ja gut, irgendwie beides halt“. Wenn du mit Kindern und Jugendlichen zu tun hast oder sie einfach auf der Straße beobachtest, hast du sie wahrscheinlich schon einige Male gesehen.
Und das Interessante daran ist, dass niemand einem so richtig erklären kann, was das eigentlich bedeutet.
Ich habe inzwischen einige Kids und Jugendliche gefragt, was Six Seven eigentlich heißen soll.
Die Antworten waren ungefähr:
„Ja… einfach so.“
„Das ist halt Six Seven.“
„Keine Ahnung.“
Irgendwie spannend, oder?! Denn vielleicht ist genau das eine Chance, dass nicht alles sofort erklärt, bewertet und eingeordnet werden muss.
Wenn etwas Bedeutung bekommt, weil wir sie ihr geben
Ich habe jedenfalls beschlossen, Six Seven für mich mit Bedeutung zu füllen. Als kleine humorvolle Erinnerung an die Gleichzeitigkeit von Sein und Tun.
Denn genau so fühlt sich das Leben gerade oft an.
Links die Welt da draußen, rechts wir selbst.
Links: „Mach was!“, rechts: „Komm erstmal bei dir an.“
Und dazwischen versuchen wir irgendwie, alles gleichzeitig zu erfüllen ohne komplett aus den Latschen zu kippen.
Es gibt es so viele Felder im Außen, in denen man sich verlieren kann. Nachrichten, Krisen, Meinungen, Dauererregung. Und auch im Unternehmertum spüren das gerade viele. Neue Anforderungen, KI, Sichtbarkeit, Social Media, Trends, Reformen, finanzielle Unsicherheiten. Die Frage, wie man Schritt hält, ohne sich selbst und sein tieferes Warum dabei zu verlieren.
Eine starke Frage als Kompass
Für mich liegt deshalb die spannendere Frage nicht nur darin, was wir tun, sondern von wo aus wir handeln.
Wie gestalten wir Business, wenn es nicht aus Druck, Anpassung und ständigem Reagieren entsteht, sondern aus Verbindung? Wie begegnen wir Herausforderungen, wenn wir innerlich nicht permanent im Alarmzustand sind?
Weniger „Ich muss“, mehr „Das entspricht mir“
Denn Tun ohne Verbindung produziert oft einfach nur noch mehr Hektik, Kampf und Lärm.
Wenn wir hingegen erst einmal bei uns ankommen, entsteht häufig etwas ganz anderes: Mehr Ruhe, Klarheit und Präsenz.
Das Tun wird nicht unbedingt weniger, aber irgendwie lebendiger. Weniger „Ich muss“, mehr „Das entspricht mir“.
Nervensystemarbeit als Schlüssel
Und genau das berührt mich auch so an Neuro Embodied Soul Centering®, womit ich auch in meiner Arbeit begleite. Eine Methode, die dabei unterstützt, das autonome Nervensystem zu regulieren und wieder mehr Verbindung zu sich selbst zu finden. Und das eben ohne Druck, schnelle Lösungen oder großes Spektakel.
Eher ein langsames Wieder-Ankommen bei sich selbst. Einen Raum, in dem die eigenen Antworten wieder hörbarer werden und neue Wege aus innerer Verbindung entstehen.
Ruhig und gleichzeitig ziemlich revolutionär.
Und genau dadurch gestalten wir nach und nach, in unserem eigenen Tempo, unsere Welt anders. Unser Leben, die Beziehungen, die wir führen, unser Business und die Art, wie wir Menschen begegnen.
Deshalb erinnert mich diese leicht absurde Handbewegung inzwischen so sehr an etwas Wesentliches:
Nicht entweder sein oder tun.
Sondern lernen, beides gleichzeitig halten zu können und zu verkörpern.
Was ist dein persönliches Six Seven?
Was bringt dich zurück in deine Balance, wenn außen gerade viel wackelt?
Dieser Beitrag wurde erstellt durch Laura Rothenburger


Sabine
2. Juni 2026Vielen lieben Dank Laura für Deine authentischen Gedanken.
Liebe Grüße
Sabine